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Marga Comiotto Stiftung

Unterstützung der Psychoonkologie und der psychosozialen Forschung für krebskranke Menschen

Erstellung der Druckversion:
Sunday, 24. September 2017, 17:30:10 Uhr.
Letzte Aktualisierung der Seite:
Sunday, 19. February 2017, 16:06:44 Uhr.

Grundsätzliche Informationen und Zielsetzung der Stiftung

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Jährlich erkranken in Deutschland rund 320.000 Menschen an malignen Tumoren; das entspricht einer Jahresinzidenz von etwa 400/100.000. Somit muß jeder dritte Bürger im Laufe seines Lebens mit einer Krebserkrankung rechnen.

Onkologische Erkrankungen, besonders solche mit chronischen Verlaufsformen, gehen mit spezifischen, starken physischen und psychischen Belastungen einher, häufig verbunden mit ungünstigen Veränderungen im familiären, beruflichen und sonstigen sozialen Umfeld. Eine große Anzahl von Krebsbetroffenen bedarf im Umgang mit diesen Schwierigkeiten der weiterführenden Hilfe. Sie benötigen psychologische und psychosoziale Unterstützung.

Die "Psychoonkologische Beratung und Betreuung" ist in deutschen Kliniken noch zu selten vorhanden. Es sind vorwiegend Selbsthilfegruppen, die für den Krebskranken zu einem neuen Bezugssystem werden.

Psychoonkologische Betratung und Betreuung

Dieser Begriff beschreibt ein umfassendes Betreuungsangebot für Krebspatienten und ihre Angehörigen. Die Psychoonkologie verfolgt das Ziel, der Psyche des Menschen eine gute und qualifizierte Fürsorge und Behandlung zukommen zu lassen, so wie es für den Körper bei einer Therapie selbstverständlich ist. Im Beratungsgespräch mit dem Therapeuten gibt der Betroffene Einblick in seine Situation. Gemeinsam werden Bedarf und Möglichkeiten beleuchtet, Orientierungshilfen gegeben und Kontakte geknüpft, um die Vielzahl der psychoonkologischen Angebote gezielt in eine individuelle Betreuung umzusetzen. Kräfte aktivieren einerseits, Kräfte sparen andererseits - ein wichtiger, aber nicht immer leichter Grundsatz der psychoonkologischen Betreuung. Im Gespräch mit erfahrenen Therapeuten hat der Patien die Möglichkeit, seinen Ängsten, Wünschen, seiner Wut und Trauer aber auch seiner Zuversicht und Hoffnung Ausdruck zu geben. So können gemeinsam Wege gefunden werden, mit der Erkrankung umzugehen, mit ihr zu leben, sie zu bewältigen.

Ziele der Stiftung

Um speziell dem Patienten im Bereich der "Psychosozialen Onkologie" zu helfen, hat sich die Marga Comiotto Stiftung zum Ziel gesetzt, entsprechend spezialisierte Einrichtungen zu schaffen und vorhandene zu unterstützen.

Verstärkte Bemühungen sind nun erforderlich, um eine psychosoziale Versorgungskette aufzubauen und gegebenenfalls zu festigen, die in gleicher Weise den stationären und ambulanten Bereich umfasst. Dabei bildet die weitere Professionalisierung der psychosozialen Onkologie die Grundlage einer qualitätsbewußten Krankenbetreuung.